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Marx-Engels-Forum
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Das Marx-Engels-Forum (ehemals: Park an der Spree) im Berliner Ortsteil Mitte ist eine GrĂŒnflĂ€che, die 1974/1975 im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des politischen Zentrums von Ost-Berlin im Auftrag der SED-FĂŒhrung entstand. Umgeben wird es von der Karl-Liebknecht-Straße im Norden, dem Park am Fernsehturm im Osten, der Rathausstraße im SĂŒden und der Spree im Westen. Das Areal ĂŒberbaute das im Zweiten Weltkrieg zerstörte und danach abgerissene Heilig-Geist-Viertel. Im Zentrum der GrĂŒnflĂ€che befindet sich ein 1986 eingeweihtes Denkmalensemble, bestehend aus der Bronzeplastik fĂŒr Karl Marx und Friedrich Engels von Ludwig Engelhardt, dem Marmorrelief Alte Welt von Werner Stötzer, die zwei Bronzereliefs Die WĂŒrde und Schönheit freier Menschen von Margret Middell sowie vier Edelstahlstelen von Arno Fischer und Peter Voigt. Die Parkanlage war seit der politischen Wende immer wieder Gegenstand erinnerungspolitischer und stĂ€dtebaulicher Kontroversen.

Contents

‱ Literatur
‱ Weblinks

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Entstehungsgeschichte und Standortproblematik

Planungen fĂŒr das politische Zentrum der Hauptstadt

Das Areal vom Mittelteil der Spreeinsel bis zum Alexanderplatz war als politisches Zentrum der DDR-Hauptstadt vorgesehen. Vor dem Zweiten Weltkrieg war dieses Gebiet, das Heilige-Geist-Viertel und das Marienviertel mit dem Neuen Markt durch enge Wohn-, Hotel und GeschĂ€ftshausbebauung geprĂ€gt, die im Krieg grĂ¶ĂŸtenteils durch Luftangriffe zerstört und nach 1945 enttrĂŒmmert und damit abgetragen worden waren. Der Architekt Hermann Henselmann hatte in den 1950er Jahren am Ort des spĂ€teren Marx-Engels-Forums ein Regierungshochhaus nach den Vorbildern in Moskau (Palast der Sowjets) und Warschau (Kulturpalast) vorgesehen. Vor diesem GebĂ€ude sollte ein 25 Meter hohes Denkmal fĂŒr Karl Marx und Friedrich Engels errichtet werden. Die Planungen wurden aus finanziellen Schwierigkeiten Anfang der 1960er Jahre eingestellt. Als reprĂ€sentativer Ersatz fĂŒr dieses Hochhaus wurden etwas nordöstlich der Berliner Fernsehturm und auf der Spreeinsel der Palast der Republik errichtet, zwischen denen eine Abfolge von offenen PlĂ€tzen, FreiflĂ€chen und Magistralen geplant wurden als „die konsequenteste und verbindlichste Planungsleistung der DDR im Berliner Stadtraum“.cite-ref-1[1] Ein Teil dieser Platzabfolge war das spĂ€tere Marx-Engels-Forum. An dieser Stelle wurde 1971, nachdem die letzten aus der Vorkriegszeit verbliebenen StadthĂ€user abgerissen worden waren, als GrĂŒnflĂ€che der Park an der Spree eingerichtet. Vor der 750-Jahr-Feier Berlins 1987 wurde die rechts der Spree gelegene Keimzelle Berlins neu bebaut, unter anderem mit dem von GĂŒnter Stahn geplanten, sĂŒdlich an das Areal anschließenden Nikolaiviertel, das als „Traditionsinsel“ die dichte Bebauung der Vorkriegsstadt aufnahm und einen „Bezug zum UrsprĂŒnglichen“ herstellen sollte. Als GegenstĂŒck zu dieser historischen Planung wurde ab 1983 an der Stelle des Parks an der Spree das Marx-Engels-Forum eingerichtet.cite-ref-2[2]

Planungen fĂŒr das Marx-Engels-Denkmal

Auf Wunsch der StaatsfĂŒhrung sollte in Berlins neuer Mitte auf dem damaligen Marx-Engels-Platz, dem zentralen Teil der Spreeinsel, ein Denkmal fĂŒr die bedeutenden Theoretiker des Kommunismus aufgestellt werden. Die Kunstkommission des Ministeriums fĂŒr Kultur der DDR hatte sich fĂŒr einen Entwurf des Bildhauers Ludwig Engelhardt entschieden. Er hatte ein eher unauffĂ€lliges Monument geplant: die beiden Geehrten sollten nicht grĂ¶ĂŸer als das Anderthalbfache eines Normalmenschen ausmachen, weil sie auch die Proportionen zu den anderen in Berlin stehenden Denkmalen von Scharnhorst, Gneisenau und den Humboldts wahren sollten. Engelhardt wollte auch keinen sehr hohen Sockel, sondern die Bronzeskulpturen eher in Augenhöhe des Betrachters platzieren. Als Standort hatte er eine FlĂ€che neben der ehemaligen Schlossfreiheit vorgesehen, nicht mitten auf dem Platz. Im Jahr 1977 wurde der Bildhauer als kĂŒnstlerischer Leiter des Projekts berufen und suchte sich weitere Mitarbeiter aus, darunter Werner Stötzer, Margret Middell, den Fotografen Arno Fischer, den Dokumentaristen Peter Voigt und als Projektleiter Friedrich Nostitz.

Im Atelier des Bildhauers Norbert Blum in einem ehemaligen GemĂŒseladen im damaligen Stadtbezirk Prenzlauer Berg entstand ein erstes Modell. Ein zweites Modell im Maßstab 1:1 aus Gips und Pappe, auf einer Wiese in Gummlin aufgestellt, wo sich Engelhardts Atelier befand, ermöglichte Detailschritte und -planungen. Ein inoffizieller Besuch von Erich Honecker und Kurt Hager, dem damaligen Kulturverantwortlichen im PolitbĂŒro der SED, in Gummlin mit Besichtigung des Modells brachte die Frage auf, warum Marx sitzend und Engels stehend dargestellt werden sollen. Engelhardt verglich Marx mit einem Herrscher, der auf dem Thron sitze. Honecker und Hager sagten nichts weiter dazu. Doch in einem fortgeschrittenen Stadium prĂ€sentierten andere KĂŒnstler, die mit dem Bau des Palastes beschĂ€ftigt waren, einen Gegenentwurf: die beiden Kommunisten auf einem drei Meter hohen Sockel und mit schrĂ€g gelegten Fahnen. Der Projektgruppe gelang die Abwendung dieser angedachten VerĂ€nderung, dafĂŒr sollte das Denkmalensemble nicht mehr auf dem Platz, sondern hinter dem Palast der Republik, auf einer Wiese der anderen Spreeseite, aufgestellt werden, dem spĂ€teren Marx-Engels-Forum.

Schließlich hatte Kurt Hager die Fotodokumente fĂŒr die Edelstahlstelen begutachtet, er verlangte, einen lebenden Politiker mit aufzunehmen. So kam Honecker mit in den Geschichtsaufriss, was aus Sicht der Projektgruppe der einzige Kompromiss gewesen ist. Die letzten Schwierigkeiten wie Beschaffung von Böttgersteinzeug fĂŒr die PortrĂ€tstudien und die Bereitstellung der außerplanmĂ€ĂŸigen Menge Bronze fĂŒr den Guss konnten noch ĂŒberwunden werden. Die zehn Tonnen Bronze knappste Lew Kerbel fĂŒr das zeitgleich gefertigte ThĂ€lmann-Denkmal dadurch ab, dass dessen WandstĂ€rke verringert wurde.cite-ref-nostitz-3-0[3]

Errichtung und Einweihung

Nach einer Vorbereitungszeit von neun Jahren wurde die Anlage des Marx-Engels-Forums innerhalb der gleichzeitig neugestalteten Parkanlage am 4. April 1986 eingeweiht, kurz vor dem XI. Parteitag der SED. Die Bevölkerung nahm wenig Anteil an dieser Feierlichkeit, nachdem sich Unmut darĂŒber geregt hatte, dass die GrĂŒnflĂ€che fĂŒr das Denkmal teilweise planiert und gepflastert worden war.cite-ref-4[4] Michail Gorbatschow legte im Rahmen seines Besuch beim Parteitag einen Kranz vor dem Denkmal nieder und lobte den Bildhauer; das Denkmal sei „sehr deutsch“.cite-ref-5[5]cite-ref-nostitz-3-1[3]

Die umfangreichen Filmaufnahmen der Bauarbeiten von 1981 bis 1986 wurden nicht öffentlich gemacht, nachdem der Unmut der Bevölkerung deutlich geworden war, sondern erst fĂŒr JĂŒrgen Böttchers Dokumentarfilm Konzert im Freien aufbereitet, der zur Berlinale 2001 erstmals gezeigt wurde.cite-ref-6[6] Die Berliner Fotografin Sibylle Bergemann begleitete im Auftrag des DDR-Kulturministeriums die Entstehung des Denkmals von 1975 bis 1986 in allen Werkphasen und hielt diese in einer „grandiose[n] Serie von Schwarz-Weiß-Aufnahmen“ fest. Das zugehörige Bild des an einem Kranhaken „schwebenden Engels“ bei der Montage des Denkmals wurde in die Dauerausstellung des New Yorker Museum of Modern Art aufgenommen.cite-ref-nostitz-3-2[3]cite-ref-7[7]

Gestaltung und Rezeption

Auf einer runden, gepflasterten FreiflĂ€che im Zentrum des Forums sind verschiedene Skulpturen platziert.cite-ref-nostitz-3-3[3] Laut dem Berliner Denkmalpfleger Hubert Staroste artikuliert sich die „MonumentalitĂ€t“ der Anlage „flĂ€chenhaft“, sodass man sich deren Botschaft einer marxistischen Geschichtsdeutung „erlaufen“ mĂŒsse.cite-ref-8[8]

Hauptteil des Ensembles und an zentraler Stelle aufgestellt ist eine Plastik, die von Engelhardt selbst stammt: ĂŒberlebensgroße Bronzefiguren von Karl Marx (sitzend) und Friedrich Engels (daneben stehend, Höhe: 3,85 Meter), den Verfassern des Kommunistischen Manifests und Vaterfiguren des Sozialismus, auf einem flachen Sockel. Die Szene zeigt laut Staroste eine fotoĂ€hnliche Momentaufnahme.

Um die Marx-Engels-Skulptur herum stehen im Bogen angeordnet acht doppelseitige, flĂ€chige Edelstahlstelen, die von Arno Fischer, Peter Voigt, Norbert Blum (* 1938), Hans Gutheil, JĂŒrgen Frenkel (* 1942), GĂŒnther Köhler (1929–1988) und Friedrich Nostitz (* 1946) gestaltet wurden. In Augenhöhe positioniert befinden sich 144 postkartengroße Fotodokumente aus der Geschichte der Arbeiterbewegung mit dem Titel „Der weltrevolutionĂ€re Prozess seit Karl Marx und Friedrich Engels bis in die Gegenwart“. Die Motive hatten Fischer und Voigt bei großen Fotoagenturen wie Magnum Photos und dem Staatlichen Historischen Museum in Moskau ausgesucht.cite-ref-9[9] Diese Stelen mit den mittels eines Elektro-Erosionsverfahrens eingebrannten Fotodokumenten waren damals eine Weltneuheit.

Als „Àußere Schale“ des Gesamtdenkmals bezeichnet Staroste zwei meterlange Skulpturen, die vor und hinter dem Zentraldenkmal den großen runden Platz in der Forumsmitte abschließen. Hinter dem Marx-Engels-Denkmal steht eine fĂŒnfgliedrige Relief­wand von Werner Stötzer aus bulgarischem Marmor mit der Darstellung von Menschengruppen in frĂŒhkapitalistischer Umgebung (Unterentwicklung, Unfreiheit, Bedrohung und Not des Menschen). Auf der gegenĂŒberliegenden Seite des Platzes sind zwei Bronzereliefs von Margret Middell aufgestellt, die Szenen des Lebens in einer befreiten Gesellschaft zeigen (Schönheit und WĂŒrde des befreiten Menschen). So befinde sich zwischen diesen „beiden Alternativen menschlicher Existenz“ das Marx-Engels-Denkmal – und damit „die angebotene Lösung des Problems“.

Heinrich Gemkow, stellvertretender Direktor des Instituts fĂŒr Marxismus-Leninismus beim Zentralkomitee der SED, Ă€ußerte gegenĂŒber dem Chefideologen Kurt Hager, er sei erfreut, dass Marx und Engels nicht als ĂŒbermenschlich dargestellt wĂŒrden, sondern menschengleich in GrĂ¶ĂŸe, Position und Gestik – so könnten sie besser als Vorbilder dienen.cite-ref-10[10] Der Kunsthistoriker Peter H. Feist, der damals an der Akademie der Wissenschaften der DDR eine FĂŒhrungsrolle hatte, berichtete, die DDR-FĂŒhrungsspitze um Erich Honecker sei ĂŒber den auf Fritz Cremers Einfluss zurĂŒckgehenden Entwurf „tief enttĂ€uscht“ gewesen; die parallel angeschaffte monumentale, traditionelle Skulptur Ernst ThĂ€lmanns von Lew Kerbel fĂŒr den Ernst-ThĂ€lmann-Park habe ihren Vorstellungen eher entsprochen. Ein „publizierter kunstkritischer Diskurs“ ĂŒber das Marx-Engels-Denkmal habe in der DDR nicht stattfinden dĂŒrfen (siehe Zensur in der DDR). In Westdeutschland wurde der Entwurf durchaus positiv besprochen; Paul Otto Schulz lobte Stötzners „hellen Menschenfries“ als „Werk Matissescher LuziditĂ€t“; Middells „vier senkrechte Wogen sanfter, lyrischer Leiber“ erinnerten ihn „an das Menschenbild der Renaissance“.cite-ref-11[11]

Dagegen hĂ€tten „intellektuelle Spötter“ das Hauptdenkmal fĂŒr Marx und Engels bald als „Sakko und Jacketti“ bezeichnet,cite-ref-12[12] wĂ€hrend der Spiegel die Bezeichnung 1987 als Parodie des Berliner Volksmunds auf die sozialistischen Helden Sacco und Vanzetti deutete.cite-ref-13[13] Ein weiterer Spottname war Nahverkehrsdenkmal – da einer immer stehen mĂŒsse.cite-ref-olsen230-14-0[14]

Staroste, der der „Kommission zum Umgang mit den politischen DenkmĂ€lern der Nachkriegszeit im ehemaligen Ost-Berlin“ angehörte, beurteilte die Gesamtkonzeption der Anlage 1994 als aufwendig und durchaus bemerkenswert, weshalb sie im Ganzen erhaltenswert sei.cite-ref-15[15]

Diskussionen und Planungen seit 1990

Nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 wurde das Marx-Engels-Forum Gegenstand von Debatten, Ă€hnlich wie der nahegelegene Palast der Republik. Der Kunsthistoriker Jon Berndt Olsen sieht dabei zwei Pole: Auf der einen Seite die BefĂŒrworter einer Rekonstruktion des „historischen“ Berlins, die das GelĂ€nde mit Bebauung in das geplante Humboldt Forum einfĂŒgen wollen, auf der anderen diejenigen, die Denkmal und Park als Gesamtkunstwerk und dreidimensionales Zeugnis der Zeitgeschichte erhalten wollen. Dabei wurden auch die WĂŒnsche frĂŒherer DDR-BĂŒrger laut, Orte, an die ihre eigenen Erinnerungen geknĂŒpft sind, nicht ganz verschwinden zu sehen.cite-ref-olsen230-14-1[14]

In der Umbruchzeit wurde das Denkmalensemble mit Ironie betrachtet. Am flachen Sockel des Denkmals fand sich im Januar 1990 das Graffito „Beim nĂ€chsten Mal wird alles besser“,cite-ref-16[16] im Oktober des Jahres „Wir sind unschuldig“ (das „un“ war 1991 ĂŒbersprĂŒht).cite-ref-17[17] Vor dem leerstehenden und mit der Zeit rĂŒckgebauten Palast der Republik wirkte Marx laut der Historikerin Cornelia Siebeck, als sitze er auf gepackten Koffern, wĂ€hrend sich Engels schon zum Aufbruch erhoben habe.cite-ref-18[18]

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Mitte benannte zum 1. Dezember 1991 die benachbarte, bisher Marx-Engels-Forum genannte Straße um, indem sie diese wieder in die Rathausstraße einbezog, zu der sie bis zu ihrer Einzelbenennung am 16. Februar 1983 gehört hatte.cite-ref-19[19] 1993 entschied die Berliner DenkmĂ€lerkommission, die Marx-Engels-Statue nicht von ihrem angestammten Ort zu entfernen: Sie ehre zwei historisch bedeutende Deutsche, deren gesellschaftliche Wirkung grĂ¶ĂŸer gewesen sei als von der DDR-Propaganda behauptet. Das Denkmal wurde zu einem Anziehungspunkt fĂŒr Touristen,cite-ref-olsen230-14-2[14] insbesondere als einer der beliebtesten Orte fĂŒr Selfies. Die Beliebtheit als Fotomotiv zeige sich, wie der Tagesspiegel 2018 befand, an den durch Publikumskontakt polierten HĂ€nden, Knien und Schuhen Marx’. Das Denkmal habe aber keine politischere Funktion als beliebige andere Denkmalsorte; zum Marx-Geburtstag etwa finden anders als am Sozialistenfriedhof keine WĂŒrdigungen statt. Ein QR-Code am Denkmalsockel fĂŒhrt zum Projekt ‚Talking Statues‘, in dessen Rahmen Besucher ĂŒber ihr Smartphone ErlĂ€uterungen des Politikers Gregor Gysi (Die Linke) zur Geschichte des Denkmals hören können.cite-ref-20[20]

EntwĂŒrfe fĂŒr den Stadtraum

Ab 1990 gab es eine Reihe von EntwurfsĂŒberlegungen fĂŒr diesen Bereich der Innenstadt Alt-Berlins. Im Rahmen der internationalen Ideenkonkurrenz „Berlin morgen“, die das Deutsche Architekturmuseum Ende 1990 veranstaltete, schlug der Berliner Architekt Hans Kollhoff fĂŒr das Areal eine Blockrandbebauung in Berliner Traufhöhe und mit einem engermaschigen Straßennetz als in der Vorkriegsbebauung vor; auch Mario Bellini entwarf eine Nachverdichtung des Gebietes mit ArkadenhĂ€usern um einen großen Marktplatz und einer FußgĂ€ngerbrĂŒcke ĂŒber die Spree. Der vom Stadtentwicklungssenator Volker Hassemer ins Leben gerufene BĂŒrgerdialog „Stadtforum“ einigte sich darauf, das Areal zu einem der BĂŒrger und nicht des Staates zu machen, blieb ansonsten aber uneins; wĂ€hrend Anwohner und Ost-Berliner die AufenthaltsqualitĂ€t des Ortes als ErholungsflĂ€che lobten, beschrieben West-Berliner und AuswĂ€rtige den Platz als öde und zugig. Im Jahr 1994 folgte das Ergebnis des „Ideenwettbewerbs Spreeinsel“. Ihr Sieger, Bernd Niebuhr, sah eine Bebauung des gesamten Areals zwischen Spree und Fernsehturm mit einer Reihe schmaler, gleich großer HĂ€userblocks in geringem Abstand zueinander vor.cite-ref-21[21]

Laut dem Planwerk Innenstadt, das ab 1996 von der Senatsbauverwaltung unter Hans Stimmann entwickelt und 1999 als stĂ€dtebauliche Leitlinie vom Senat beschlossen wurde, sollte – als Kompromiss – die FreiflĂ€che des Marx-Engels-Forums großenteils erhalten bleiben, aber durch einige große GebĂ€uderiegel eingefasst werden.cite-ref-22[22] An diesen Planungen auf der Grundlage einer kritischen Rekonstruktion gab es viel Kritik; so schrieb der Architekturhistoriker Michael S. Falser von der „schrittweise[n] Beschlagnahmung des öffentlichen Raumes und [der] mutwillige[n] Zerschlagung der nachkriegszeitlich-sozialistischen Stadtstrukturen durch zunehmend banale Blockrandbebauung“.cite-ref-23[23] Auch Werner Durth kritisierte 2001 die vollstĂ€ndige Abwicklung der DDR-Stadtplanung: Die „beliebig wirkende Setzung belangloser Baukörper“ im umgeplanten Forum wirke „nicht minder monolithisch“; die zentrale FreiflĂ€che solle nicht vorschnell verbaut und damit der gesellschaftlichen VerfĂŒgung entzogen werden.cite-ref-24[24] In einem Tagesspiegel-Meinungsbeitrag 2008 sprach sich Stimmann im Hinblick auf die geplante Rekonstruktion des Stadtschlosses auf der anderen Spreeseite fĂŒr eine Neubebauung des Forums aus, die Bezug auf das historische Straßenraster des Heilig-Geist-Viertels nehmen und durch Straßennamen wie Heiligegeist-Straße, Bischofsweg und Neuer Markt den frĂŒheren Kernbereich Berlins wieder sichtbar machen solle; es mĂŒsse „wieder stĂ€dtisches Leben einziehen. Die beiden Philosophen könnten dabei an ihrem jetzigen Standort bleiben und wĂŒrden so wieder aus dem Zentrum einer Staatsachse in die Mitte der Gesellschaft rĂŒcken.“cite-ref-25[25]

In der Tradition Stimmanns sprachen sich auch KulturstaatssekretĂ€r AndrĂ© Schmitz und Klaus Wowereit in den 2000er Jahren fĂŒr eine relativ enge Bebauung des frĂŒheren Berliner Stadtkerns aus. Philipp Oswalt, der Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau, kritisierte 2009, diese Leitlinie sei nach dem Abriss des Palasts der Republik „ein weiterer Versuch, das Architektur-Erbe der DDR zu tilgen“. Das Forum werde von den Menschen angenommen, zumal es im Ostteil der Berliner Innenstadt extrem wenig öffentliche FreiflĂ€chen gebe.cite-ref-26[26] Der stellvertretende BĂŒrgermeister von Berlin-Mitte, Joachim Zeller, wies 2009 auf Planungsschwierigkeiten wegen der Eigentumslage hin. Die FreiflĂ€che zwischen Spree und Fernsehturm sei teilweise schon wĂ€hrend der DDR-Zeit, teilweise nach 1990 zur GrĂŒnflĂ€che erklĂ€rt worden. Einige AlteigentĂŒmer der frĂŒheren, kleinteilig bebauten GrundstĂŒcke des spĂ€teren Marx-Engels-Forums seien nach den SĂ€tzen fĂŒr GrĂŒnflĂ€chen abgefunden worden, weshalb jede Planung fĂŒr eine Bebauung des Areals AnsprĂŒche von AlteigentĂŒmern in dreistelliger Millionenhöhe und möglicherweise jahrelange Rechtsstreitigkeiten nach sich ziehen werde. Die ursprĂŒnglich auf dem Marx-Engels-Forum geplante Aufstellung der Humboldtbox scheiterte an dieser Frage.cite-ref-27[27]

Das Planwerk Innenstadt wurde im Januar 2011 durch das ĂŒberarbeitete Planwerk Innere Stadt ersetzt, das keine Bebauung des Marx-Engels-Areals mehr vorsieht. Bei der Senatsverwaltung fĂŒr Stadtentwicklung und Wohnen wird es als Teil des Rathausforums behandelt, das als „Ort der großen Dimensionen“ erhalten bleiben soll, als „öffentlicher grĂŒngeprĂ€gter Raum, der in einem großen Panorama den Blick auf die Insignien Berlins freigibt“. Zugleich wurde ein „breit angelegte[r] Diskussionsprozess“ angeregt, in dem „die Sinnhaftigkeit, das Wesen und der Nutzungsschwerpunkt dieses Raumes“ erörtert werden sollten.cite-ref-28[28] Christian Voigt bezeichnete das Rathausforum 2012 als „bislang ĂŒberwiegend schwache[s] Gravitations-Feld“ mit „Gestaltungsdefiziten“.cite-ref-29[29] Im Jahr 2015 startete die Senatsbaudirektorin Regula LĂŒscher den Dialogprozess „Alte Mitte – Neue Liebe“, der breite Zielgruppen in einen Austausch ĂŒber die Zukunft des Areals zwischen Spree und Fernsehturm bringen sollte. Dabei wurden „BĂŒrgerleitlinien“ erarbeitet, die ParkflĂ€chen und verkehrsberuhigte Zonen schaffen, das Marx-Engels-Areal aber nicht verĂ€ndern sollten – der „heutige Anteil an GrĂŒnflĂ€chen“ sollte demnach ebenso wie die „Sichtbeziehungen zwischen Fernsehturm und Spree“ erhalten bleiben.cite-ref-30[30] Die Gesellschaft Historisches Berlin veranstaltete 2016 und 2017 eine Reihe von Workshops mit BĂŒrgerbeteiligung, die sich mit dem Stadtkern Alt-Berlin beschĂ€ftigten. Dabei wurde das Marx-Engels-Forum als Gebiet mit besonderen Schwierigkeiten, aber auch Potenzialen fĂŒr eine mögliche Bebauung und intensivere Nutzung behandelt.cite-ref-31[31] Im April 2016 schlug LĂŒscher vor, das Forum als neuen Standort der Zentral- und Landesbibliothek Berlin zu nutzen, was wegen der anderslautenden BĂŒrgerleitlinien auf Widerstand stieß.cite-ref-32[32] Die neue Bausenatorin Katrin Lompscher begann Mitte 2017 eine erneute „Stadtdebatte Berliner Mitte“, die ein Gesamtkonzept fĂŒr die historische Mitte entwickeln und die Themen Wohnungsbau, Gewerbe, Verkehr, Umwelt und ArchĂ€ologie behandeln soll. FĂŒr das Marx-Engels-Forum sollen dabei Ideen fĂŒr eine temporĂ€re Gestaltung der FreiflĂ€chen mit Schwerpunkt „Geschichtsentdeckung“ entwickelt werden.cite-ref-33[33]

Im MĂ€rz 2019 veröffentlichten der Architekt Gert Eckel und der Zukunftsforscher Rolf Kreibich einen Entwurf zur Umgestaltung der FreiflĂ€che vor dem Roten Rathaus und dem Marx-Engels-Forum. Er sieht einen zentralen „Platz der Demokratie“ mit archĂ€ologischen Fenstern, Sonnensegeln und FreiluftbĂŒhnen vor. Die Stiftung Zukunft Berlin kritisierte, dass ein solcher isolierter Entwurf die Gesamtentwicklung der Innenstadt nicht berĂŒcksichtige. Sie schlug fĂŒr das Areal die Einrichtung eines Weltgartens vor, der mit dem benachbarten Humboldt-Forum korrespondiere. Die Berliner CDU setzt sich fĂŒr eine Wohnbebauung des Areals im Zuge einer Rekonstruktion der historischen Mitte Berlins ein. Die Senatsverwaltung fĂŒr Stadtentwicklung kĂŒndigte fĂŒr 2020 die DurchfĂŒhrung eines Realisierungswettbewerbs fĂŒr den Freiraum Rathausplatz und Marx-Engels-Forum an.cite-ref-34[34]

Versetzung und Wiederherstellung des Skulpturenensembles

In den verschiedenen ab 1990 vorgelegten EntwĂŒrfen fĂŒr das Areal wurde das zentrale Denkmal mit den Figuren von Marx und Engels hĂ€ufig in kleineren StadtrĂ€umen an dieser Stelle erhalten. Wegen des Weiterbaus der U-Bahn-Linie U5 bis zum Hauptbahnhof wurde das GelĂ€nde im September 2010 gerĂ€umt und das Denkmal am 27. September 2010 an den Rand der GrĂŒnflĂ€che zur LiebknechtbrĂŒcke hin versetzt. Die Umsetzung haben der frĂŒhere Bauleiter Friedrich Nostitz und der Architekt Peter Flierl ausgefĂŒhrt. An der neuen Position richtet sich der Blick der beiden Figuren nach Westen statt wie bisher nach Osten, also in Richtung Manchester, wie Nostitz zufrieden befand.cite-ref-nostitz-3-4[3] Der runde Platz der Denkmalanlage wurde durch die Bauarbeiten zerstört. Die Berliner Verkehrsbetriebe hatten sich verpflichtet, das Denkmalensemble anschließend in seinem Originalzustand wiederherzustellen, was der Berliner Senat zwischenzeitlich relativierte: Die Zukunft des Denkmals werde in einem öffentlichen Diskussionsprozess fĂŒr den stĂ€dtebaulichen Gesamtzusammenhang entschieden.cite-ref-aulich-35-0[35]

Im Januar 2012 forderte Bundesbauminister Peter Ramsauer, die Bronzefiguren von Marx und Engels auf den Sozialistenfriedhof in Berlin-Friedrichsfelde zu verbringen – dort befinde sich „so eine Art sozialistisches Reste-Zentrum“. Sein Vorstoß sorgte fĂŒr Protest. Der Berliner Senat erklĂ€rte, das Denkmal gehöre als „historisches Zeitdokument“ zur Stadtgeschichte; Bausenator Michael MĂŒller nannte Ramsauers Idee „geschichtsvergessen“.cite-ref-aulich-35-1[35] Der in den 1990er Jahren Regierende BĂŒrgermeister Eberhard Diepgen meldete sich daraufhin zu Wort und erklĂ€rte, Ramsauer habe „ins Wespennest der Empfindlichkeiten“ gestochen. Er hielt es fĂŒr falsch, die Figuren als Protagonisten der deutschen Geschichte nach Friedrichsfelde oder an die Zitadelle Spandau (zur Dauerausstellung „Berlin und seine DenkmĂ€ler“) zu „entsorgen“; das Denkmal in seiner großangelegten Form stehe aber fĂŒr den Herrschaftsanspruch des Sozialismus und widerspreche damit pluralistischen Werten, weshalb er sich dafĂŒr aussprach, das Denkmal weniger dominant in den bisherigen Stadtraum einzufĂŒgen.cite-ref-36[36] Der Verein „Historische Mitte“ schlug im Februar 2018 vor, das Marx-Engels-Denkmal auf das GelĂ€nde der Humboldt-UniversitĂ€t Unter den Linden zu versetzen, wo beide studiert hatten.cite-ref-37[37]

Bis November 2017 wurde aber das Marx-Engels-Forum wieder fĂŒr die Öffentlichkeit freigegeben und die frĂŒheren Wege durch die GrĂŒnanlage wiederhergestellt.cite-ref-38[38] [veraltet]Im August 2022 kehrten die Skulpturen wieder in ihrer ursprĂŒnglichen Anordnung auf den zentralen Platz des Forums zurĂŒck. Die kĂŒnftige Integration des Denkmals in den 2021 gekĂŒrten Siegerentwurf fĂŒr die Neugestaltung der FreiflĂ€chen zwischen Alexanderplatz und Spree ist derzeit (Stand September 2022) noch offen.cite-ref-39[39]

Literatur

‱ Dietmar Eisold: Das Denkmalsensemble fĂŒr das Marx-Engels-Forum. In: Bildende Kunst. Nr. 3, 1986, S. 104–108.
‱ Bruno Flierl: Der Zentrale Ort in Berlin – Zur rĂ€umlichen Inszenierung sozialistischer ZentralitĂ€t. In: GĂŒnter Feist, Eckhart Gillen, Beatrice Vierneisel (Hrsg.): Kunstdokumentationen SBZ/DDR 1945–1990. AufsĂ€tze, Berichte, Materialien. Dumont, Köln 1996, ISBN 3-7701-3846-5, S. 320–357. Wieder abgedruckt in derselbe: Gebaute DDR. Über Stadtplaner, Architekten und die Macht. Kritische Reflexionen 1990–1997. Verlag fĂŒr Bauwesen, Berlin 1998, ISBN 3-345-00655-3, S. 121–171.
‱ Peter MĂŒller: Symbolsuche. Die Ost-Berliner Zentrumsplanung zwischen ReprĂ€sentation und Agitation (= Berliner Schriften zur Kunst. Band 19). GebrĂŒder Mann, Berlin 2005, ISBN 3-7861-2497-3 (zugleich Dissertation, Freie UniversitĂ€t Berlin, 2002), besonders Kapitel 3.3: „Das Marx-Engels-Forum“, S. 106–154.
‱ nostitz2010Friedrich Nostitz: RĂŒckblicke auf ein umstrittenes Denkmal und einen ungewöhnlichen Staatsauftrag. „Es kam die Frage auf, warum Marx sitzt und Engels steht“. In: Berliner Zeitung, 11./12. September 2010, S. 4 (Digitalisat [Memento vom 26. November 2020 im Internet Archive; Anmerkung: Der in der WebprĂ€senz der Berliner Zeitung weiterhin verfĂŒgbare Text ist deutlich schlechter formatiert]).
‱ Paul Sigel: Adressensuche. Marx und Engels, Heiligegeist-Straße Nr. 16. Transformationen urbaner Raumideen in Berlin-Mitte. In: Timea KovĂĄcs (Hrsg.): Halb-Vergangenheit. StĂ€dtische RĂ€ume und urbane Lebenswelten vor und nach 1989. Lukas, Berlin 2010, ISBN 978-3-86732-082-5, S. 128–157.
‱ Jon Berndt Olsen: Tailoring Truth. Politicizing the Past and Negotiating Memory in East Germany, 1945–1990. Berghahn, Oxford / New York 2015, ISBN 978-1-78238-571-4, besonders S. 81–87 und 184–196 (siehe Register S. 258 „Marx-Engels-Forum“ und „Marx-Engels monument“ [Digitalisat, Google Books]).
‱ Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart #3 – MARX-ENGELS-FORUM – JA!, hg. v. Erik Göngrich. Books People Places 2017, ISBN 978-3-946674-02-3.
‱ Rolf Hecker: Das Marx-Engels-Forum in der Mitte Berlins: Zur Entstehungsgeschichte und zum politischen Auftrag fĂŒr Heinrich Gemkow. In: Vom mĂŒhseligen Suchen und glĂŒckhaften Finden. In memoriam Prof. Dr. Heinrich Gemkow, Teil IV (= Pankower VortrĂ€ge. Heft 218). Helle Panke, Berlin 2018, S. 18–29 (Leseprobe).

Weblinks

Commons

: Marx-Engels-Forum

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– Mediensammlung (kategorisierte Dateien)

‱ Eintrag zu Marx-Engels-Forum (Obj.-Dok.-Nr. 09060130) in der Berliner Landesdenkmalliste mit weiteren Informationen
‱ Eintrag in der Datenbank Bildhauerei in Berlin

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Marianne Ricci: Funktion und Gestaltung von PlĂ€tzen in Ost-Berlin. Am Beispiel des Marx-Engels-Platzes und des Alexanderplatzes (1950–1970). Akademische Verlagsgemeinschaft, MĂŒnchen 2014, (Digitalisat, Google Books); Cornelia Siebeck: „Demontage statt Abriss“ – oder: Was ist ein GedĂ€chtnisort? In: Alexander Schug (Hrsg.): Palast der Republik. Politischer Diskurs und private Erinnerung. Berliner Wissenschaftsverlag, Berlin 2007, S. 84–107, hier S. 84 f. (Digitalisat, Google Books).
cite-note-22. ↑ Rainer L. Hein, Steffen Pletl: Neugestaltung: Kritik an Plan fĂŒr Marx-Engels-Forum. In: Berliner Morgenpost, 3. Mai 2009 (auch fĂŒr das Folgende).
cite-note-44. ↑ Cornelia Siebeck: „Demontage statt Abriss“ – oder: Was ist ein GedĂ€chtnisort? In: Alexander Schug (Hrsg.): Palast der Republik. Politischer Diskurs und private Erinnerung. Berliner Wissenschaftsverlag, Berlin 2007, S. 84–107, hier (Digitalisat, Google Books).
cite-note-55. ↑ Mit Marx und Engels in BerĂŒhrung. In: Neues Deutschland, 17. April 1986
cite-note-66. ↑ Der Ort: Marx-Engels-Forum. In: Spreeinsel.de.
cite-note-77. ↑ Benedikt Erenz: Sibylle Bergemann: Engels am Haken. In: Die Zeit, 4. November 2010. Zur „Auftragsarbeit“ Bergemanns Martin Schieder: Affirmation und Differenz. Die „Dokumentation der Entstehung des Marx-Engels-Denkmals“ von Sibylle Bergemann. In: Sigrid Hofer, Martin Schieder (Hrsg.): Fotografieren in der DDR (= Schriftenreihe des Arbeitskreises Kunst in der DDR. Band 2). Dresden 2014, S. 68–88. Siehe die Serie und das Engels-Bild Das Denkmal. In: Dossier: Ostzeit. Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, 2009; Sibylle Bergemann: German, 1941–2010. In: Museum of Modern Art (englisch).
cite-note-88. ↑ FĂŒr das Folgende Friedrich Nostitz: RĂŒckblicke auf ein umstrittenes Denkmal und einen ungewöhnlichen Staatsauftrag. „Es kam die Frage auf, warum Marx sitzt und Engels steht“, 2010; Hubert Staroste: Politische DenkmĂ€ler in Ost-Berlin im Spannungsfeld von Kulturpolitik und Denkmalpflege. Ein Bericht zu Arbeit der „Kommission zum Umgang mit den politischen DenkmĂ€lern der Nachkriegszeit im ehemaligen Ost-Berlin“. In: Florian Fiedler (Bearb.): Bildersturm in Osteuropa. Die DenkmĂ€ler der kommunistischen Ära im Umbruch (= Hefte des Deutschen Nationalkomitees ICOMOS, Internationaler Rat fĂŒr DenkmĂ€ler und Schutzgebiete. Band 13). Lipp, MĂŒnchen 1994, S. 84–86, hier S. 85, doi:10.11588/ih.1994.0.22527.
cite-note-99. ↑ Matthias Dell: Peter-Voigt-Archiv in Berlin: Eine Bilddatenbank auf zwei Beinen. In: Deutschlandfunk Kultur, 26. September 2018.
cite-note-1010. ↑ Jon Berndt Olsen: Tailoring Truth. Politicizing the Past and Negotiating Memory in East Germany, 1945–1990. Berghahn, Oxford, New York 2015, ISBN 978-1-78238-571-4, S. 188 (Digitalisat, Google Books).
cite-note-1111. ↑ Peter H. Feist: Festgelegte GebĂ€rden. Rituelle Momente in Ikonographie und Gebrauch von DenkmĂ€lern in der DDR (1996). In derselbe: Nachlese. AufsĂ€tze zu bildender Kunst und Kunstwissenschaft. Lukas, Berlin 2016, S. 90–96, hier S. 95 (Digitalisat, Google Books).
cite-note-1212. ↑ Peter H. Feist: Festgelegte GebĂ€rden. Rituelle Momente in Ikonographie und Gebrauch von DenkmĂ€lern in der DDR (1996). In derselbe: Nachlese. AufsĂ€tze zu bildender Kunst und Kunstwissenschaft. Lukas, Berlin 2016, S. 90–96, hier S. 95 (Digitalisat, Google Books).
cite-note-1313. ↑ NĂ€hre dich rötlich. In: Der Spiegel. Nr. 7, 1987 (online).
cite-note-olsen230-1414. ↑ Jon Berndt Olsen: Tailoring Truth. Politicizing the Past and Negotiating Memory in East Germany, 1945–1990. Berghahn, Oxford / New York 2015, ISBN 978-1-78238-571-4, S. 230 (Digitalisat, Google Books).
cite-note-1515. ↑ Hubert Staroste: Politische DenkmĂ€ler in Ost-Berlin im Spannungsfeld von Kulturpolitik und Denkmalpflege. Ein Bericht zu Arbeit der „Kommission zum Umgang mit den politischen DenkmĂ€lern der Nachkriegszeit im ehemaligen Ost-Berlin“. In: Florian Fiedler (Bearb.): Bildersturm in Osteuropa. Die DenkmĂ€ler der kommunistischen Ära im Umbruch (= Hefte des Deutschen Nationalkomitees ICOMOS, Internationaler Rat fĂŒr DenkmĂ€ler und Schutzgebiete. Band 13). Lipp, MĂŒnchen 1994, S. 84–86, hier S. 85, doi:10.11588/ih.1994.0.22527.
cite-note-1616. ↑ Stephan Franke (Copyright): Ost-Berlin: Beim nĂ€chsten Mal wird alles besser? – Das Marx-Engels-Denkmal am Palast der Republik. Fotografie. In: Chronik der Wende, 26. Januar 1990.
cite-note-1717. ↑ Jon Berndt Olsen: Tailoring Truth. Politicizing the Past and Negotiating Memory in East Germany, 1945–1990. Berghahn, Oxford / New York 2015, ISBN 978-1-78238-571-4, S. 230 (Digitalisat, Google Books). Auf S. 229 ein Foto im Zustand „Wir sind unschuldig“, fĂŒr den vorherigen Zustand: Wir sind unschuldig. Foto, 7. Oktober 1990, Robert-Havemann-Gesellschaft.
cite-note-1818. ↑ Cornelia Siebeck: „Demontage statt Abriss“ – oder: Was ist ein GedĂ€chtnisort? In: Alexander Schug (Hrsg.): Palast der Republik. Politischer Diskurs und private Erinnerung. Berliner Wissenschaftsverlag, Berlin 2007, S. 84–107, hier S. 85 (Digitalisat, Google Books).
cite-note-1919. ↑ Marx-Engels-Forum. In: Straßennamenlexikon des LuisenstĂ€dtischen Bildungsvereins.
cite-note-2020. ↑ Bernd Matthies: Geburtstagsbesuch bei Marx und Engels. In: Der Tagesspiegel, 5. Mai 2018.
cite-note-2121. ↑ Rainer Haubrich: Nach der Wende. So wollten Architekten 1990 die Stadtmitte gestalten. In: Berliner Morgenpost, 12. Mai 2009.
cite-note-2222. ↑ Siehe Archiv: Planwerk Innenstadt. In: Stadtentwicklung.Berlin.de (mit Karte des stĂ€dtebaulichen Leitbildes fĂŒr die Innenstadt).
cite-note-2323. ↑ Michael S. Falser: ScheinplausibilitĂ€t und ihre destruktive Kraft – Berliner Neomythen fĂŒr den Stadtumbau nach 1990. In: Wilhelm Hofmann (Hrsg.): Stadt als Erfahrungsraum der Politik. BeitrĂ€ge zur kulturellen Konstruktion urbaner Politik. Lit, MĂŒnster 2011, S. 35–58, hier S. 45 (Digitalisat, Google Books).
cite-note-2424. ↑ Paul Sigel: Adressensuche. Marx und Engels, Heiligegeist-Straße Nr. 16. Transformationen urbaner Raumideen in Berlin-Mitte. In: Timea KovĂĄcs (Hrsg.): Halb-Vergangenheit: stĂ€dtische RĂ€ume und urbane Lebenswelten vor und nach 1989. Lukas, Berlin 2010, ISBN 978-3-86732-082-5, S. 128–157, hier S. 149 f (Digitalisat, Google Books).
cite-note-2525. ↑ Hans Stimmann: Wiederaufbau: Die Auferstehung der Berliner Altstadt. In: Der Tagesspiegel, 30. MĂ€rz 2008. Besprochen bei Paul Sigel: Adressensuche. Marx und Engels, Heiligegeist-Straße Nr. 16. Transformationen urbaner Raumideen in Berlin-Mitte. In: Timea KovĂĄcs (Hrsg.): Halb-Vergangenheit: stĂ€dtische RĂ€ume und urbane Lebenswelten vor und nach 1989. Lukas, Berlin 2010, ISBN 978-3-86732-082-5, S. 128–157, hier S. 129 (Digitalisat, Google Books).
cite-note-2626. ↑ Axel DĂŒrheimer: Bauhaus-Direktor kritisiert Berliner PlĂ€ne. In: Detail.de, 3. Juni 2009.
cite-note-2727. ↑ Rainer L. Hein, Steffen Pletl: Neugestaltung: Kritik an Plan fĂŒr Marx-Engels-Forum. In: Berliner Morgenpost, 3. Mai 2009. Siehe zur aktuellen Nutzung FlĂ€chennutzungsplan Planzeichnung. In: Stadtentwicklung.Berlin.de.
cite-note-2828. ↑ Siehe Planwerk Innere Stadt: Historische Mitte. In: Stadtentwicklung.Berlin.de.
cite-note-2929. ↑ Lebenswelten und Alltag am Rathausforum. Arbeitsansatz und erste Beobachtungen aus einer aktuellen stadtplanerischen Potenzialanalyse. Bei: Historische Kommission zu Berlin (Hrsg.), Christiane Schuchard (Red.): Alte Mitte, neue Mitte? Positionen zum historischen Zentrum von Berlin. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2012, S. 199–206, hier S. 205 (Digitalisat, Google Books).
cite-note-3030. ↑ BĂŒrgerleitlinien und Prozessempfehlungen zur Zukunft des Raumes zwischen Fernsehturm und Spree. Pressemitteilung. In: Berlin.de, 22. MĂ€rz 2016.
cite-note-3131. ↑ Workshop Stadtkern Alt-Berlin. In: Gesellschaft Historisches Berlin, 2016/2017.
cite-note-3232. ↑ Uwe Aulich: Marx-Engels-Forum wird als Standort fĂŒr die Landesbibliothek untersucht. In: Berliner Zeitung, 14. April 2016.
cite-note-3333. ↑ Mike Wilms: Schönheits-OP Alte Mitte: Senat will BĂŒrger entscheiden lassen. In: Berliner Kurier, 18. August 2017.
cite-note-3434. ↑ Christian Latz: Flaniermeile statt BetonwĂŒste: Neue PlĂ€ne fĂŒrs Rathausforum. In: Berliner Morgenpost, 2. MĂ€rz 2019. Zu dem Entwurf genauer Reinhart BĂŒnger: Berlins historische Mitte soll ein „Ort fĂŒr alle“ sein. In: Der Tagesspiegel, 3. September 2018. Christian Latz: Marx-Engels-Forum könnte Weltgarten werden. In: Berliner Morgenpost, 19. Juni 2019; Robert Kiesel: CDU will Marx-Engels-Forum in Berlin bebauen. 24. Januar 2020.
cite-note-aulich-3535. ↑ Uwe Aulich: Senat kontert Ramsauers Vorschlag Berlin bekennt sich zu Marx und Engels. In: Berliner Zeitung, 18. Januar 2012.
cite-note-3636. ↑ Eberhard Diepgen: Streit um Skulptur: Marx und Engels – wohin im Stadtbild? In: Der Tagesspiegel, 22. Januar 2012.
cite-note-3737. ↑ Sabine Flatau: Marx- und Engels-Statuen sollen zur Humboldt-Uni ziehen. In: Berliner Morgenpost, 5. Februar 2018.
cite-note-3838. ↑ Klaus Kurpjuweit: Die Bohrarbeiten fĂŒr die U5 kommen voran. In: Der Tagesspiegel, 21. November 2017.
cite-note-3939. ↑ Marx-Engels-Denkmal kehrt an Original-Standort zurĂŒck. In: Landesdenkmalamt Berlin. 27. Juli 2022, abgerufen am 15. September 2022.

52.51833333333313.404166666667coordinatesKoordinaten: 52° 31â€Č 6″ N, 13° 24â€Č 15″ O